Wieder zerstreute sich die pariser Gesellschaft nach allen Windrichtungen. Wir aber blieben — Geschäfte halber — zurück. Es hatte sich uns nämlich ein außerordentlich vorteilhafter Ankauf geboten. Durch die plötzliche Abreise eines Amerikaners war ein kleines erst halbvollendetes Hotel in der Avenue de l’Imperatrice feil geworden, und zwar um einen Preis, der nicht viel mehr betrug, als die zur Ausschmückung und Einrichtung des Objekts bereits verwendete Summe. Da wir nun einmal die Absicht hatten, auch in Zukunft einige Monate des Jahres in Paris zu verbringen und da der betreffende Kauf zugleich ein vortreffliches Geschäft war, so schlossen wir den Handel ab. Die Fertigstellung wollten wir selber überwachen und zu diesem Behuf blieben wir in Paris. Die Ausschmückung eines eigenen Nestes ist zudem eine so genußreiche Arbeit, daß wir dafür die Unannehmlichkeit, den Sommer in der Stadt zu bleiben, gern auf uns nahmen.
Übrigens blieb uns auch in geselliger Beziehung noch Ansprache genug. Das Schloß der Prinzessin Mathilde, St. Gratien, ferner Schloß Mouchy, dann Baron Rothschilds Besitzung, Ferrières, und noch mehrere andere Sommersitze unserer Bekannten lagen in der Nähe von Paris, und ein- oder zweimal wöchentlich statteten wir bald da, bald dort einen Besuch ab.
Es war, ich erinnere mich, im Salon der Prinzessin Mathilde, daß ich zum erstenmale von der „Frage“ hörte, die zur „schwebenden“ werden sollte.
Die Gesellschaft saß — nach dem Gabelfrühstück — auf der Terrasse, mit dem Ausblick nach dem Park. Wer Alles da war? Dessen kann ich mich nicht mehr entsinnen — nur zwei der anwesenden Persönlichkeiten sind mir im Gedächtnis geblieben; Taine und Renan. Die geistvolle Herrin von St. Gratien liebte es, sich mit litterarischen und wissenschaftlichen Größen zu umgeben.
Die Unterhaltung war eine sehr rege und ich kann mich erinnern, daß es meist Renan war, der das Wort führte, geistsprühend und witzig. Wie man unglaublich häßlich sein kann und dabei doch unglaublichen Zauber ausüben, davon ist der Verfasser des Leben Jesu ein merkwürdiges Beispiel.
Jetzt fiel das Gespräch auch auf Politik. Für den spanischen Thron werde ein Kandidat gesucht … Ein Prinz von Hohenzollern solle die Krone erhalten … Ich hatte kaum hingehorcht, denn was konnte es mir, was konnte es Allen hier Gleichgültigeres geben, als der spanische Königsthron und Derjenige, der darauf zu sitzen käme? Doch da sagte Jemand:
„Ein Hohenzoller? Das wird Frankreich nicht dulden.“
Das Wort schnitt mir in die Seele, denn was heißt dieses „nicht dulden“? Wenn das im Namen eines Landes gesagt wird, so sieht man im Geiste die dieses Land personifizierende Riesenjungfrauen-Statue mit trotzig zurückgeworfenem Kopfe und mit der Hand am Schwertesknauf.
Doch es wurde bald wieder auf ein anderes Gesprächsthema übergegangen. Wie folgenschwer diese spanische Thronfrage noch werden sollte, das ahnte unter uns noch Niemand. Ich auch nicht, natürlich. Mir war nur das anmaßende „das wird Frankreich nicht dulden“ als ein Mißton im Gedächtnis haften geblieben und damit zugleich die ganze umgebende Scenerie.
Von nun an sollte die spanische Thronfrage immer lauter und aufdringlicher werden. Täglich wurde der Raum größer, den sie in den Zeitungen und in den Salongesprächen einnahm und ich weiß, daß sie mich in hohem Grade langweilte; diese Hohenzollern-Kandidatur: man konnte bald gar nichts Anderes hören. Und mit einer Entrüstung wurde davon gesprochen, als könnte Frankreich nichts Beleidigenderes widerfahren; die Meisten durchschauten es als eine von Preußen ausgehende Provokation zum Kriege. Es ist doch klar — hieß es — Frankreich konnte die Sache nicht dulden; wenn also die Hohenzollern darauf bestehen, so ist das die reine Herausforderung. Das verstand ich nicht. Übrigens war ich ohne Sorge. Wir erhielten Briefe aus Berlin, worin uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt wurde, daß man bei Hofe nicht den mindesten Wert darauf lege, daß die spanische Krone einem Hohenzollern zufalle. Wir beschäftigten uns demnach weit mehr mit unserem Hausbau, als mit der Politik.
Aber allmählich wurden wir doch aufmerksam. So wie vor dem Sturm ein gewisses Blätterrascheln durch den Wald geht, so raschelt es vor dem Krieg von gewissen Stimmen durch das Volk. „Nous aurons la guerre — nous aurons la guerre!“ das tönte durch die pariser Luft. Da erfaßte mich unsägliches Bangen. Nicht um die Meinen — denn wir Österreicher waren ja vorläufig aus dem Spiele; im Gegenteil: uns sollte ja möglicherweise „Satisfaktion“ geboten werden — die bekannte Sadowa-Rache. Aber wir hatten es verlernt, den Krieg vom nationalen Standpunkt aus zu betrachten, und was er vom menschlichen, vom edelmenschlichen ist — das weiß man ja. Das drücken folgende Worte aus, die ich einst aus dem Munde Guy de Maupassants gehört:
„Quand je songe seulement à ce mot „la guerre“ — il me vient un effarement, comme si l’on me parlait de sorcellerie, d’inquisition, d’une chose lointaine, finie, abominable, contre nature.“ …
Als die Nachricht eintraf, daß Prim dem Prinzen Leopold die Krone angetragen, hielt der Herzog von Grammont im Parlament eine mit großem Beifall aufgenommene Rede, ungefähr nachstehenden Inhalts:
„Wir mischen uns nicht in fremde Angelegenheiten, aber — wir glauben nicht, daß die Achtung vor den Rechten eines Nachbarstaates uns verpflichtet, zu dulden, daß eine fremde Macht, indem sie einen ihrer Prinzen auf den Thron Carls Ⅴ. setzt, zu unserem Schaden das bestehende Gleichgewicht der Kräfte von Europa (O dieses Gleichgewicht — welcher kriegsdurstige Heuchler hat diese hohle Phrase erfunden?) störe und die Interessen, die Ehre Frankreichs in Gefahr bringe.“
Ich kenne ein Märchen von George Sand, genannt Gribouille. Dieser Gribouille hat die Eigenheit, wenn Regen droht, sich aus Furcht vor dem Naßwerden in den Fluß zu stürzen. Wenn ich höre, daß der Krieg angetragen wird, um drohenden Gefahren vorzubeugen, so muß ich immer an Gribouille denken. Wohl hätte ein ganzer Hohenzollernstamm sich auf Carls Ⅴ. und noch auf verschiedene andere Throne setzen können, ohne Frankreichs Interessen und Frankreichs Ehre nur den tausendsten Teil von dem Schaden zuzufügen, der ihnen aus dem klugen „Das können wir nicht dulden“ erwachsen ist.“
„Dieser Fall,“ fuhr der Redner fort, „wir hegen die feste Zuversicht, wird nicht eintreten. Wir rechnen in dieser Beziehung auf die Weisheit des deutschen und auf die Freundschaft des spanischen Volkes. Sollte es anders kommen — dann, meine Herren, werden wir wissen, stark durch Ihre Unterstützung und die der Nation, unsere Pflicht ohne Schwanken und ohne Schwäche zu thun. (Stürmisches Bravo.)
Von da ab beginnt die Kriegshetze in der Presse. Besonders ist es Girardin, welcher seine Landsleute nicht genug anfeuern kann, die unerhörte Kühnheit, welche in dieser Thronkandidatur liege, gehörig zu züchtigen. Es wäre gegen alle Würde Frankreichs, wenn es da nicht sein Veto einlegte … freilich, Preußen wird nicht nachgeben, denn es ist ihm daran gelegen, dem Wahnsinnigen, den Krieg heraufzubeschwören. Durch seine Erfolge von 1866 berauscht, glaubt es, jetzt auch über den Rhein seine Sieges- und Raubeszüge machen zu dürfen — aber da sind wir da, Gott sei Dank, solche Gelüste den übermütigen Spitzhelmen zu vertreiben … In diesem Tone geht es fort. Napoleon Ⅲ. zwar, wie wir durch ihm nahestehende Personen erfahren, wünscht nach wie vor die Erhaltung des Friedens; aber in seiner Umgebung finden die Meisten, daß ein Krieg jetzt unvermeidlich sei, daß — da man im Volke ohnehin mit der Regierung unzufrieden — das Beste, was man thun könne, um sich den Respekt des ruhmsüchtigen Landes zu sichern, ein glücklicher Krieg wäre: „il faut faire grand“.
Nun wird in der Runde bei anderen europäischen Kabinetten über die Angelegenheit angefragt. Jedes erklärt, daß es den Frieden wünsche. In Deutschland wird ein aus Volkskreisen stammendes Manifest veröffentlicht, welches unter Anderen auch von Liebknecht unterzeichnet ist, worin es heißt: „der bloße Gedanke an einen deutsch-französischen Krieg sei ein Verbrechen“ Bei dieser Gelegenheit erfahre ich und kann es in mein Friedensprotokoll eintragen: „daß eine große Verbindung mit hunderttausenden von Mitgliedern existiert, welche die Abschaffung aller Vorurteile des Standes und der Nation zum Programmpunkt erhoben hat.“
Benedetti erhält die Mission, den König von Preußen aufzufordern, daß dieser dem Prinzen Leopold die Annahme der Krone verbiete. König Wilhelm befand sich augenblicklich zur Kur in Ems — Benedetti begibt sich dahin und erhält am 9. Juli eine Audienz.
Wie wird der Ausgang sein? Ich erwarte die Nachricht mit Zittern.
Die Antwort des Königs lautet einfach: daß er einem volljährigen Prinzen nichts verbieten könne.
Diese Antwort versetzte die Kriegspartei in triumphierende Freude: „Also man will es darauf ankommen lassen? … Man will uns bis aufs Äußerste reizen? Das Haupt des Hauses sollte einem Mitglied desselben nichts verbieten und gebieten können? Lächerlich! Das ist offenbar abgemachtes Komplott: die Hohenzollern wollen sich in Spanien festsetzen und dann von Osten und Süden unser Land überfallen. Und das sollten wir abwarten? Die Demütigung sollten wir uns gefallen lassen, daß man unseren Protest nicht beachtet? Nimmermehr: wir wissen, was die Ehre, was der Patriotismus uns gebeut“ …
Immer lauter und lauter, immer unheimlicher rascheln die Sturmesvorboten. Da, am 12. Juli kommt eine Botschaft, die mich mit Entzücken erfüllt: Don Salusto Olozaga zeigt offiziell der französischen Regierung an, daß Prinz Leopold von Hohenzollern, um keinen Vorwand zu einem Krieg zu bieten, auf die Annahme der angebotenen Krone verzichtet.
Nun Gottlob: die ganze „Frage“ war ja damit einfach weggeräumt. Die Nachricht wird um 12 Uhr Mittags in der Kammer mitgeteilt und Ollivier erklärt, daß dies das Ende des Streites sei. Am selben Tag wurden jedoch (offenbar die Ausführung früherer Befehle) Truppen und Material nach Metz dirigiert und in derselben Sitzung macht Clement Duvernois folgende Interpellation:
„Was haben wir für Bürgschaften, daß Preußen nicht wieder ähnliche Verwickelungen heraufbeschwört, wie diese spanische Kronkandidatur? Dem muß vorgebeugt werden.“
Schon wieder regt sich Gribouille: Es könnte — vielleicht — einmal — ein leiser Regen uns naß zu machen — drohen: also schnell in den Fluß gesprungen! — und abermals wird Benedetti nach Ems geschickt, diesmal den König von Preußen aufzufordern, daß er dem Prinzen Leopold ein- für allemal und für alle Zukunft verbiete, auf die Kandidatur zurückzukommen. Kann wohl auf solches Vorschreiben-wollen einer Handlung, zu welcher der Aufgeforderte nicht einmal befugt ist, etwas Anderes erfolgen als ungeduldiges Achselzucken! Das mußten Diejenigen doch wissen, welche die Anforderung stellten.
Am 15. Juli wieder eine denkwürdige Sitzung. Ollivier verlangt einen Kredit von fünfhundert Millionen für den Krieg. Thiers stimmt dagegen. Ollivier entgegnet: er nehme die Verantwortung vor der Geschichte auf sich. Der König von Preußen habe sich geweigert, den französischen Botschafter zu empfangen und dies durch eine Note der Regierung angezeigt. Die Linke verlangt diese Note zu sehen. Die Majorität verbietet tumultuarisch und durch Abstimmung die Vorzeigung des (wahrscheinlich gar nicht existierenden) Dokuments. Diese Majorität bewilligt Alles, was die Regierung für den Krieg fordert. Solche patriotische Opferwilligkeit, die da ohne Zaudern das Verderben bewilligt, wird natürlich wieder mit den bereitliegenden Phrasenclichés gehörig bewundert.
16. Juli. England macht Versuche, den Krieg zu hindern. Vergebens … Ja, gäbe es eingesetzte Schiedsgerichte — wie leicht und einfach wäre da ein so geringfügiger Konflikt gehoben.
19. Juli. Der französische Geschäftsträger in Berlin überreicht der preußischen Regierung die Kriegserklärung.
Kriegserklärung. Die vier Silben sprechen sich ganz gelassen aus. Was ist’s auch weiter? Der Beginn einer äußer-politischen Aktion, und so nebenbei eine halbe Million Todesurteile.
Auch dieses Aktenstück habe ich in die roten Hefte eingetragen. Es lautete:
„Die Regierung Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen konnte den Plan, einen preußischen Prinzen auf den spanischen Thron zu erheben, nur als ein Unternehmen gegen die territoriale Sicherheit Frankreichs betrachten und hat sich daher genötigt gesehen, von Sr. Majestät dem Könige von Preußen die Versicherung zu verlangen, daß eine ähnliche Kombination mit seiner Zustimmung nicht wieder vorkommen werde. Da Se. Majestät diese Zusicherung verweigert und im Gegenteil unserem Gesandten erklärt hat, er gedenke sich für dieses Vorkommnis die Möglichkeit vorzubehalten, die Umstände zu befragen, so hat die kaiserliche Regierung in dieser Erklärung des Königs einen Hintergedanken erkennen müssen, welcher für Frankreich und für das europäische Gleichgewicht (da haben wir’s schon wieder, das berühmte Gleichgewicht: „Seht dieses Wandbrett mit den kostbaren Schalen darauf — es schwankt — die Schalen könnten herunterfallen — also schlagen wir hinein …) bedrohlich ist. Diese Erklärung hat einen noch schwereren Charakter erhalten durch die Mitteilung, welche dem Kabinett gemacht wurde, von der Weigerung, den Gesandten des Kaisers zu empfangen und mit ihm neue Auseinandersetzungen einzuleiten (also durch solche Dinge: mehr oder minder freundlichen Verkehr zwischen Regenten und Diplomaten, wird das Schicksal der Völker bestimmt …). Infolgedessen hat die französische Regierung es für ihre Pflicht (!) gehalten, ohne Verzug an die Verteidigung (ja, ja, Verteidigung — niemals Angriff) ihrer verletzten Würde, ihrer verletzten Interessen zu denken, und entschlossen, zu diesem Zwecke alle Maßregeln zu ergreifen, welche von der ihr geschaffenen Lage geboten werden, betrachtet sie sich von jetzt an als im Zustand des Krieges mit Preußen.“
Zustand des Krieges … Bedenkt Derjenige, der auf dem grünen Tuch seines Schreibtisches dieses Wort zu Papier bringt, daß er seine Feder in Flammen getaucht hat, in blutige Thränen, in Seuchengift? …
Also wegen eines für einen vakanten Thron gesuchten Königs und infolge einer zwischen zwei Monarchen gepflogenen Unterhandlung war diesmal der Sturm entfesselt? Sollte Kant doch recht haben mit seinem ersten Definitivartikel zum ewigen Frieden:
„Die bürgerliche Verfassung in jedem Staate soll republikanisch sein?“
Allerdings fielen durch Verwirklichung dieses Artikels manche Kriegsursachen weg, denn die Geschichte zeigt, wie viele Feldzüge dynastischer Fragen willen unternommen wurden, und alle Einsetzung monarchischer Gewalt beruht ja nur auf glücklicher Kriegführerschaft; indessen: auch Republiken sind kriegerisch. Der Geist ist es, der alte, wilde, der in den Völkern — seien sie nun in dieser oder jener Form regiert — Haß und Rauflust und Siegesehrgeiz anfacht.
Ich erinnere mich, welch eine ganz eigentümliche Stimme mich selber in jener Zeit erfaßte, da der deutsch-französische Krieg sich vorbereitete und dann losbrach. Diese Gewitterschwüle vorher, dieses gewaltige Sturmwehen nach der Erklärung … Die ganze Bevölkerung war in Fieber, und wer kann solcher Epidemie sich entziehen? Natürlich — nach altem Brauch — wurde der Beginn des Feldzuges schon als Siegeszug betrachtet, das ist ja so patriotische Pflicht. „A Berlin — á Berlin!“ jubelte es durch die Straßen und von den Imperialen der Omnibusse herab; die Marseillaise an allen Ecken und Enden: Le jour de gloire est arrivé! in jeder Theatervorstellung mußte die erste Schauspielerin oder Sängerin — in der Oper war es Marie Saß — im Jeanne d’ Arc Kostüm vor die Rampe treten und fahnenschwingend dieses Kampflied singen, welches vom Publikum stehend angehört und bisweilen mitgesungen wurde. Auch wir haben das eines Abends mit angesehen, Friedrich und ich, und auch wir mußten von unseren Sitzen uns erheben. „Mußten“ nicht aus äußerem Zwang, wir hätten uns ja in den Hintergrund der Loge zurückziehen können — sondern mußten, weil wir elektrisiert waren.
„Siehst Du, Martha,“ erklärte mir Friedrich, „solcher Funke, der da von Einem zum Anderen springt und diese ganze Menge in einem vereinten und erhöhten Herzschlag erheben macht — das ist Liebe —“
„Meinst Du? es ist doch ein hassendes Lied:
„Daß ihr unreines Blut
Unsere Furchen tränke — —“
„Thut nichts: vereinigter Haß ist auch eine Form von Liebe. Wo sich Zwei oder Mehrere in einem gemeinsamen Gefühl zusammenthun, da lieben sie einander. Laß nur einmal einen höheren Begriff, als den der Nation, nämlich den der Menschheit und der Menschlichkeit, als gemeinsames Ideal aufgefaßt werden, dann —“
„Ach wann wird das sein?“ seufzte ich.
„Wann? Das ist sehr relativ. Im Verhältnis zu unserer Existenzdauer — nie; im Verhältnis zu derjenigen unseres Geschlechtes — morgen.“