Wenn man keinen vollständigen Webserver installieren will, kann man das Programm auch als eigenständigen Server über „inetd“ oder „tcpserver“ oder Ähnliches laufen lassen.
Zunächst sollte man das Verzeichnis „/usr/local/share/lesen“ anlegen. In diesem Verzeichnis legt man später seine Texte und index-Dateien ab. Da kann man erstmal diese Anleitung rein packen. Dort legt man dann noch ein Unterverzeichnis „web“ an. In das Verzeichnis kopiert man die Datei „lesen.css“. Dieses Verzeichnis ist das Wurzelverzeichnis des internen Webservers. Es können dort zum Beispiel auch PDF-Dateien, oder Unterverzeichnisse für HTML-Webseiten, angelegt werden.
Da die Erweiterung „.txt“ bei diesem Programm eine besondere Bedeutung hat, sollten reine Textdateien, welche als solche angezeigt werden sollen, die Dateiendung „.text“ bekommen. Der Server überträgt die eingestellte Zeichenkodierung bei allen Textformaten; auch bei HTML-Dateien.
Um das Programm zu kompilieren, gibt man nun „make lesen-http“ ein.
Um es mit „tcpserver“ zu verwenden, kann man es als unpriviligierter Nutzer beispielsweise wie folgt aufrufen:
tcpserver localhost 8080 ./lesen-http /usr/local/share/lesen
Das kann dann über die Adresse <http://localhost:8080/index.xhtml> abgerufen werden. Durch die Angabe „localhost“ ist sichergestellt, dass das nur auf dem selben System abrufbar ist.
Um „inetd“ zu verwenden, installiert man das erzeugte Programm „lesen-http“ dann nach „/usr/local/bin“.
Nun muss man die Datei „/etc/inetd.conf“ anpassen, indem man folgende Zeile hinzufügt:
http stream tcp nowait nobody /usr/sbin/tcpd /usr/local/bin/lesen-http
* Am Ende der Zeile könnte man noch das Hauptverzeichnis und das Webverzeichnis hinzufügen. Dann braucht man das Programm nicht neu kompilieren, wenn man die ändern will.
* Wenn schon ein anderer Webserver installiert ist, kann man statt „http“ am Anfang eine noch freie Portnummer angeben.
Um inetd mitzuteilen, dass die Konfiguration geändert wurde, muss man ihm ein HUP-Signal senden: killall -HUP inetd.
So, nun müsste man es mit einem Webbrowser aufrufen können: <http://localhost>.
Man kann auch den Zugang einschränken, zum Beispiel auf das lokale Netzwerk. Genaueres findet man in der Manpage hosts access.